E-Learning Angebote – was braucht welcher Lerntyp?

Silke Dietrich-Ablasser

Gastbeitrag von Mag. Silke Dietrich-Ablasser

E-Learning ist eine Lehr- und Lernform, die durch Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützt wird. Lässt man den Fokus auf die Technik dahinter weg, bleibt Lernen über. Jeder Mensch lernt ein leben lang, in verschiedenen Situationen. Im Fall von E-Learning eben unterstützt durch Technologie. Und obwohl wir theoretisch alle dasselbe tun, lernen wir auf unterschiedliche Arten.

Das E-Learning Format bietet sehr viele Möglichkeiten diese Unterschiede im Lernen zu berücksichtigen. Für erfolgreiche E-Learning Angebote sollten daher diese klassischen Lerntypen berücksichtigt werden. Reine Lerntypen sind aber eher selten, sie setzen sich meistens aus der Lernstrategie verschiedener Lerntypen zusammen. Deshalb ist es wichtig bei E-Learning Angeboten die Bedürfnisse aller (oder möglichst vieler) Lerntypen einzubeziehen.

1. Visueller Lerntyp (Sehen): Visuelle Typen lernen am besten, in dem sie mit den Augen scannen – was Inhalte in Textform, als Bild, Grafik oder Video voraussetzt. Die textliche Aufbereitung von Lerninhalten ist neben einer harmonische Kombination von Bild, Video und Text für den Lernerfolg ausschlaggebend. Werden dann noch Farben gezielt eingesetzt, haben sie alles für den visuellen Lerntyp getan.

2. Auditiver Lerntyp (Hören): Der auditive Typ liebt es, wenn ein Sachverhalt mit Sprachaufzeichnungen veranschaulicht wird. Er fühlt sich durch Umgebungsgeräusche in seiner Konzentration gestört. Auditive Lerntypen profitieren beim Format E-Learning vor allem durch die Orts- und Zeitunabhängigkeit. Dadurch haben sie die Möglichkeit eine ruhige Umgebung zum Lernen aufzusuchen.

3. Haptischer/Motorischer/Kinästhetischer Lerntyp (Tasten/Fühlen/Bewegen): Diese Lerntypen liegen sehr nahe beieinander, da bei Ihnen die Praxiserfahrung das Wichtigste ist. „Learning-by-doing“ heißt die Devise. Das Gelernte will in der Praxis erprobt werden um sich langfristig im Gedächtnis zu verankern. Das lässt sich am besten durch Web-based Trainings realisieren. Hier kann dieser Lerntyp aktiv in den Lernprozess eingebunden werden und praktische Szenarien ausprobieren.

Fazit

E-Learning Formate wie Erklärfilme, Videokurse und Web-based Trainings eignen sich aufgrund ihrer audio-visuellen Eigenschaften besonders gut für den 1. und 2. Lerntyp. Haptisch/motorische/kinästhetische Lerner profitieren von Web-based Trainings, da diese interaktiv aufgebaut werden können.

TIPPS ZUR ERSTELLUNG VON E-LEARNING INHALTEN

– Lerntypen berücksichtigen
– Abwechslung in der Darbietrungsform (durch Animation, Text, Bild …)
– Interaktivität (durch Fragestellungen und Mitmach-Übungen geht das auch bei Videos)
– Bewusste Gestaltung der visuellen und auditiven Reize
– für ein harmonisches Gesamtbild sorgen
– Überforderung vermeiden

Silke Dietrich-Ablasser war Mitarbeiterin für den Fachbereich Digitalisierung im Bildungsforum Mariatrost und Gründerin von e-learnbox.

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